Betreutes Wohnen entwickelt sich zum „Service-Wohnen“

Betreutes Wohnen wird nicht nur als wohl sichere Finanzanlage in inflationsgefährdeten Zeiten gefragt, sondern entwickelt sich auch inhaltlich weiter.

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Betreutes Wohnen entwickelt sich zum „Service-Wohnen“

Betreutes Wohnen und auch Service-Wohnen, die nicht dem Anwendungsbereich des Heimgesetzes unterliegen, sind eine zukunftsweisende, selbst bestimmte und attraktive Wohnalternative für Seniorinnen und Senioren.

Der Begriff „Betreutes Wohnen“ findet sich in unterschiedlich ausgestalteten Förderrichtlinien für den Sozialen Wohnungsbau wieder. Dieser Name wird aber in der Regel von den Bewohnern solcher Wohnprojekte abgelehnt, weil er eine starke Reglementierung und zu wenig die gewünschte Eigenständigkeit ausdrückt.

Die Bedürfnisse älterer Menschen unterliegen sehr wohl einem fortlaufenden Wandel, so dass auf diesen Gebieten fortlaufende Forschung und Analytik gefragt ist.

Werden heute ältere Menschen nach ihren Wünschen und Bedürfnissen gefragt, erhält man folgende Informationen:

Sie wollen zu Recht:

  • Eigenständigkeit, Sicherheit und Geborgenheit bzw. Unabhängigkeit ein Leben lang
  • Gesundheit und Zufriedenheit
  • Rückzugsmöglichkeit in die Privatsphäre
  • Geselligkeit und Kontakte auch im Alter (z. B. aktive Freizeitgestaltung)
  • eine attraktive Wohnung incl. Wohnumfeld, die eine individuelle Wohnbiografie zulässt
  • Pflege und Betreuung nur, wenn notwendig und in der eigenen Wohnung.

Im Jahr 2010, so die Prognosen des Bundesgesundheitsministeriums, wird jeder vierte Deutsche über 60 Jahre alt sein. Gleichzeitig werden die familiären und nachbarschaftlichen Unterstützungsnetze an Bindekraft nach heutiger Einschätzung künftig an Substanz verlieren, so dass die Bereitschaft der Umzugsneigung künftig steigen wird. Bundesweit stellen sich daher zahlreiche Investoren mit unterschiedlichen Konzepten diesem hoch interessanten aber durch aus sehr komplexen Sachgebiet.

95 % der älteren Menschen leben heute in Normalwohnungen, von denen ein großer Teil aufgrund ihrer baulich-technischen Ausstattung (Stufen, Schwellen, Bodenbeläge, sanitäre Einrichtungen, fehlender Aufzug etc.) nicht oder nur bedingt für das Wohnen im Alter geeignet sind. Hinzu kommt, dass ein selbständiges Wohnen im Alter häufig durch Defizite der infrastrukturellen Ausstattung des Wohnumfeldes (z. B. fehlende unmittelbare Einkaufsmöglichkeiten, fehlende öffentliche und kulturelle Einrichtungen etc.) erschwert wird. Bei nachlassenden körperlichen und geistigen Fähigkeiten, bei Erkrankungen oder Unfällen, wenn eine selbständige Lebensführung schwieriger wird, bleibt dann meist nur noch der Umzug in das Alten- oder Pflegeheim. Doch immer weniger ältere Menschen akzeptieren Alten- und Pflegeheime, und auf Dauer wird diese Wohnform auch nicht mehr im erforderlichen Umfang finanzierbar bleiben.

Die zukunftsweisende Alternative stellt eine Wohnform zwischen der Normalwohnung und dem Altenheim dar, das Service-Wohnen, d. h. bedarfs- und altengerechte Wohnanlagen mit einem modularen Angebot an wohnbegleitenden Service-Dienstleistungen stellen die attraktive Alternative für ältere Menschen dar. Wohnbegleitende Service-Dienstleistungen werden eine selbständige Lebensführung ermöglichen, auch wenn erhebliche körperliche und/oder geistige Beeinträchtigungen eintreten. Diese Dienstleistungen können in unterschiedlichen Organisationsformen erbracht werden, wie

  • Vermittlung von ambulanten Pflegediensten,
  • z. B. Grundpflegeleistungen, Ernährung, Pflegeberatung, medizinpflegerische Versorgung.
  • Vermittlung von Grund- und Zusatz-Serviceleistungen, z. B. 24-Stunden-Notrufbereitschaft, Erste Hilfe im Notfall, Kooperationen mit Ärzten, Essen auf Rädern, Unterstützung bei der Haushaltsführung.

Professionelle Anbietervon „Service-Wohnen“ für Senioren unterliegen dem Motto:

„Soviel Selbständigkeit wie möglich,
soviel Hilfe wie nötig.“

Auch in der bayerischen Region wird das Service-Wohnen, die höchstmögliche und sorgenfreie Sicherheit für die Bewohner bieten soll, an Boden gewinnen. Vielseitige höchste Qualitätsmaßstäbe sind für diese Wohn-Projekte unerlässlich. Vom geeigneten Grundstück, einer ästhetischen Architektur nebst einer profunden Haus- und Ablauftechnik, einer Service orientierten und fachlich einwandfreien Betreuung bis hin zum außergewöhnlichen Engagement des zuständigen (Fach-)Personals hängt letztendlich der langfristige Erfolg des Service-Wohnens ab.

Service-Wohnen ist eine Antwort auf die in den „normalen“ nachbarschaftlichen zunehmend ungünstigen Lebensbedingungen für ältere Menschen. Es schafft ein zusätzliches Angebot, das zwischen der familiären Unterstützung in der angestammten Privatwohnung und der stationären Heimpflege angesiedelt ist. Service-Wohnen ist kein „abgespeckter“ Ersatz für ein Pflegeheim. Es ist ein „Wohnen plus“, das Ersatz bzw. Ergänzung für die zunehmend geringeren familiären Unterstützungskapazitäten bietet.

Die wirtschaftlichen Aspekte bis hin zur persönlichen Altersvorsorge des Service-Wohnens, die von vielen Marktteilnehmern als Wachstumsmarkt bezeichnet werden, können Sie im folgenden Wirtschaftsbrief lesen. Weitere Fragen zu diesem Thema beantworte ich Ihnen gerne.

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Bernhard Vogel — abv Immobilien Bernhard Vogel e.K.
IHK-Immobilienfachwirt

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(IHK-Immobilienfachwirt) veröffentlichte den Ratgeber Betreutes Wohnen entwickelt sich zum „Service-Wohnen“ in Finanzen Immobilien am , zuletzt aktualisiert am 17. November 2014, seit 01.11.2013 194 mal aufgerufen.
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